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Wimpernausfall – Was tun?

Wimpernausfall: Warum fallen diese kleinen Härchen aus und was lässt sich dagegen tun? Wimpern werden im Lateinischen als Cilia bezeichnet. Die kleinen, leicht geschwungenen schwarzen oder braunen Härchen verlaufen an der oberen und unteren Lidrand-Kanten entlang.

Alle Säugetiere besitzen Wimpern. In erster Linie dienen Wimpern dazu, dass Auge vor eventuell eindringenden Substanzen, wie Staub, Schmutzpartikel und ähnliches zu schützen. Wimpern sind bei uns Menschen aber ebenso von großer kosmetischer Bedeutung.

Bereits seit vielen Jahrhunderten werden lange, dichte Wimpern mit Schönheit verbunden. Zwischen 100 und 150 Tagen verfügen die Wimpernhärchen über eine Lebensspanne. Nach diesem Zeitraum fallen die Wimpern aus und neue Härchen wachsen nach. Zwischen vier Wochen und sechs Monaten dauert demnach die Wachstumsphase einer Wimper. Lediglich zehn Prozent unserer Wimpern befindet sich außerdem in der Endwachstumsphase, während der Rest sich in der Wachstumsphase aufhält.

Was verursacht Wimpernausfall?

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Wimpernausfall. In einem konkreten Fall lassen sich allerdings die Auslöser nicht immer eindeutig feststellen.

Häufigste Ursachen für Wimpernausfall:

Vitaminmangel, Lidrandentzündungen ( Wikipedia: Blepharis), Hauterkrankungen, kreisrunder Haarausfall, Stress, vernarbend abheilende Verbrennungen oder traumatische Vorgänge am Auge, sowie eine Strahlenbehandlung oder Chemotherapie können für Wimpernausfall verantwortlich sein. Zu den häufigsten Lidhauterkrankungen zählen ebenso Xanthelasmen, Pigmentstörungen, sowie Infektionen mit Herpes Simplex. Auch andere Hautentzündungen können zum Wimpernausfall führen.

Sind die kleinen Drüsen an und in den Augenlidern entzündet, kann auch dies zu einem Wimpernverlust führen. Gersten-, wie Hagelkörner, aber auch öfter auftretende Bindehautentzündungen gilt es daher von einem Facharzt behandeln zu lassen. Gleiches gilt bei Parasitenbefall der Lider, denn auch diese Krankheit fördert den Ausfall der Wimpern.

Am häufigsten kommt es allerdings zu einem Wimpernverlust durch übermäßiges bzw. falsches Schminken der Wimpern. Einige Kosmetikprodukte können die feinen Härchen angreifen. Durch das Abschminken kann es außerdem passieren, dass die Wimpern beständig unbeabsichtigt herausgerissen werden. Der Einsatz von Wimpernzangen, sowie das Färben der Wimpern beeinflusst das natürliche Wimpernwachstum meist außerdem negativ.

Youtube Video: Gründe für einen Ausfall der Wimpern

Kann ein Nährstoffmangel zum Wimpernausfall führen?

Auch Wimpern sind auf eine ausreichende Nährstoff-, wie Mineralstoffversorgung angewiesen. Nur wenn diese Substanzen zu Genüge dem Körper zugeführt werden, können Wimpern gleichmäßig und kräftig wachsen. Liegt ein Nährstoffmangel vor ( DGE: Vitaminmangel) kann dies aber nur in seltenen Fällen zum Wimpernverlust führen.

Vor allem Vitamin A, B, E, wie H und die Spurenelemente Eisen, sowie Magnesium sind wichtig für die Wimpernproduktion. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kommt demnach auch dem Augenaufschlag zu Gute. Wer, zum Beispiel, regelmäßig Nüsse, Brokkoli, Blattgemüse, sowie Omega-3-Fettsäuren zu sich Nimmt, kann davon ausgehen, dass seine Wimpern nicht wegen eines Nährstoffmangels ausfallen.

Welche Symptome zeigen sich beim Wimpernverlust?

Der Verlust der Wimpern ist das Leitsymptom von Wimpernausfall. Die dann entstehenden enthaarten Augenlider stellen für Betroffene eine extreme kosmetische Beeinträchtigung dar. Durchaus finden sich hier aber ebenfalls medizinische Beeinträchtigungen, denn jetzt schützen die Wimpern das Auge nicht mehr vor Staub, kleinen Fremdkörpern, sowie vor Wind.

Es kann demnach schneller zu Augenrötungen, sowie zu Entzündungen dieser kommen. Des Weiteren trocknen die Augen zügiger aus und dies kann das Sehvermögen beeinträchtigen.

Wie lässt sich Wimpernausfall behandeln?

Wie der Wimpernverlust behandelt wird, hängt stets von der Ursache ab. Ist ein Vitaminmangel für das Ausfallen der Wimpern verantwortlich, helfen hier unter Umständen eine Umstellung der Ernährung und das regelmäßige Kontrollieren der Blutwerte. Eventuell gilt es aber auch entsprechende Vitaminpräparate einzunehmen, um den Mangel zu beseitigen.

Ebenso hilfreich kann es bei Wimpernausfall sein Naturstoffe zur äußeren Anwendung einzusetzen. Rizinusöl ist bekanntlich reich an Vitamin E und enthält ebenfalls gesättigte Fettsäuren. Demnach soll dieses natürliche Öl die Härchen stärken und kräftigen können. Direkt auf die Wimpern aufgetragen, kann Rizinusöl vorbeugend gegen Wimpernverlust verwendet werden. Im gleichen Zuge sorgt diese Behandlung für ein besseres Wachstum der feinen Härchen.

Auch Mandelöl kann in dieser Hinsicht gute Dienste leisten. Anstatt aggressive Make-up Entferner zu verwenden, gilt es dann dieses Öl einzusetzen. Mandelöl enthält ebenfalls wertvolle Mineral-, wie Nährstoffe und dazu noch Antioxidantien, die hautpflegend wirken. Vaseline, Grüner Tee, wie Olivenöl sind mit ähnlichen Wirkstoffen versehen und wirken demnach aufbauend.

Wirken all diese Dinge nicht gegen den Ausfall der Wimpern ist es heutzutage möglich die feinen Härchen zu transplantieren. Die Methode ist identisch mit einer Kopfhaartransplantation. Sowohl am oberen, als auch am unteren Augenlid lässt sich das sogenannte I-FUE-Verfahren anwenden. Wer seine verbliebenen Wimpern hingegen einfach nur auffüllen möchte, kann dies auch mit einer Wimpernverlängerung in die Wege leiten.

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Wie lange kann ein Wimperausfall andauern?

Wie lange ein Wimpernverlust andauern kann, hängt ebenso von der Ursache, wie von der Behandlung ab. Eine entscheidende Rolle spielt hier allerdings auch das Wimpernwachstum. Nach Bekämpfung der Ursache kann dieser einige Zeit in Anspruch nehmen.

Im Prinzip wachsen Wimpern ähnlich wie Kopfhaare, nur geschieht dies in einem langsameren Tempo. Außerdem ist die Lebensdauer der Wimpern weitaus kürzer. Aus diesem Grund, können Wimpern auch nicht s lang werden, wie Kopfhaare.

So unterteilt sich das Wimpernwachstum in drei unterschiedliche Phasen.

Diese lauten:

  1. Anagenphase auch als Wachstumsphase bezeichnet
  2. Katagenphase, die Übergangsphase
  3. Telogenphase, die Ruhe- und Abstoßungsphase

So hängt das Nachwachsen einer Wimper auch davon ab in welcher dieser Phasen die Wimper ausgefallen ist. Sind Wimpernhärchen in der ersten oder zweiten Phase ausgefallen, benötigen diese länger um wieder nachzuwachsen. In diesem Fall wurde  der Wachstumszyklus unterbrochen. Bis ein solch feines Härchen nachgewachsen ist, können Wochen, aber auch Monate vergehen.

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Warum kämpfen viele Schwangere häufig mit Wimpernverlust?

Eine Schwangerschaft ist bekanntlich mit einer starken, hormonellen Veränderung im weiblichen Körper verbunden. Dies beeinflusst dann ebenso Wimpern, wie Kopfhaare. Viele Schwangere bemerken während und nach der Schwangerschaft einen extremen Haarverlust. Auch, wenn dieser Wimpern-, wie Haarausfall nicht weiter gefährlich ist, leiden viele Frauen unter den beständig dünner werdenden Haaren.

Neben der hormonellen Veränderung im Körper, sorgt aber auch das Ausbleiben der Menstruation für eine Ansammlung von Giften, wie Säuren im menschlichen Körper. Wer dem entgegenwirken möchte, kann dies mit Hilfe einer ausgewogenen Ernährung, sowie einer basischen, sanften Körperpflege in die Wege leiten. Rizinusöl mit einem Wattebausch regelmäßig auf die Wimpern aufgetragen, kann das Wimpernwachstum außerdem fördern.

Wenn Wimpern durch Mascara ausfallen

Ausgerechnet die Nutzung von Mascara, die ja eigentlich Wimpern voller und dichter wirken lassen sollen, fördern oftmals einen Wimpernausfall. Die oftmals aggressiven Inhaltsstoffe in der Mascarafarbe sind dafür meist verantwortlich. Aus diesem Grund, ist es wichtig, jeden Abend die Wimpern wieder von der Tusche restlos zu befreien. Es gilt dafür lauwarmes Wasser zu verwenden und ein aggressives Reiben zu vermeiden, denn schnell reißt man sich ansonsten die feinen Härchen unbeabsichtigt heraus.

Wer seine Wimpern am Abend nicht regelmäßig von der Mascara befreit, muss sich nicht wundern, wenn es zu einem Ausfall der Härchen kommt. Bleibt die Mascara über Nacht an den Wimpern, kann dies die Oberfläche der Wimpern angreifen. Über einen längeren Zeitraum führt dies zum Ausdünnen und am Ende zum Ausfall der Wimpern.

Fazit: Es gibt viele Ursachen für Wimpernausfall. In den meisten Fällen ist es aber schlichtweg der falsche Umgang mit Kosmetikprodukten, warum Frauen Wimpern lassen müssen. Einige Damen verspüren am Abend keine große Lust mehr sich richtig abzuschminken. Die verbleibende Mascara an den Wimpern ist aber alles andere als gut für die feinen Härchen. Neben dieser Ursache für Wimpernausfall, können aber auch Vitaminmangel oder hormonelle Veränderungen im Körper dafür verantwortlich sein, dass die Wimpern ausfallen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann hier helfen. Wobei auch natürliche Substanzen, wie Rizinus-, Mandel- oder Olivenöl gegen Wimperverlust helfen können. Die enthaltenden Inhaltsstoffe dieser Öle wirken demnach bei regelmäßiger Anwendung vorbeugend gegen das Ausfallen der Wimpernhärchen.

Studie – Warum längere Wimpern anfälliger sind: http://www.deutschlandfunk.de/biophysik-laengere-wimpern-haben-nachteile.676.de.html?dram:article_id=310761

Wimpernserum Test und Erfahrungen:

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Über Sarah Genz

Die Autorin Sarah Genz - Expertin für einen Anti-Aging Lifestyle und bestens mit dem Thema Haut und Haare vertraut.

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