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Microblading

Microblading formt Augenbrauen mit fein gesetzten Pigmentlinien, die wie echte Härchen wirken sollen. Die Methode eignet sich für lichte Brauen, kleine Lücken, ungleichmäßige Formen oder den Wunsch nach einem dauerhaft gepflegten Augenbrauen-Look. Ganz risikofrei ist die Behandlung aber nicht. Microblading verletzt die Hautbarriere, bringt Farbpigmente in die oberen Hautschichten ein und braucht saubere Hygiene, Fachwissen und eine gute Nachpflege. Wer sich vorher mit Ablauf, Kosten, Hauttyp, Haltbarkeit und möglichen Nebenwirkungen beschäftigt, trifft die bessere Entscheidung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Microblading ist eine Form des semipermanenten Permanent Make-ups für die Augenbrauen.
  • Die Haltbarkeit liegt meist zwischen einem und zwei Jahren, abhängig von Hauttyp, Pflege, Stoffwechsel und UV-Belastung.
  • Eine Erstbehandlung dauert oft rund zwei Stunden und umfasst Beratung, Vermessung, Vorzeichnung, Farbauswahl und Pigmentierung.
  • Eine Nachbehandlung nach etwa vier bis acht Wochen ist üblich, weil die Haut Pigment unterschiedlich stark annimmt.
  • Hygiene, sterile Einweg-Nadeln, REACH-konforme Pigmente und realistische Beratung sind wichtiger als ein günstiger Preis.

Was ist Microblading?

Microblading ist eine manuelle Pigmentiermethode für die Augenbrauen. Dabei arbeitet die Kosmetikerin oder der Pigmentist nicht mit einer klassischen Tätowiermaschine, sondern mit einem Handstück. An dessen Spitze sitzen sehr feine, sterile Einweg-Nadeln, die als Blade bezeichnet werden. Mit diesem Blade werden oberflächliche, haarähnliche Linien in die Haut gesetzt und anschließend mit Pigment gefüllt.

Das Ziel ist kein Balken-Look, sondern eine feine Härchenzeichnung. Gute Arbeit erkennt man daran, dass die neuen Linien zur natürlichen Wuchsrichtung passen. Die Braue wirkt voller, aber nicht aufgemalt. Genau hier liegt der Reiz der Methode: Microblading kann kleine Lücken ausgleichen, asymmetrische Brauen harmonisieren und sehr helle oder dünne Augenbrauen optisch verdichten.

Trotzdem bleibt Microblading ein Eingriff in die Haut. Die Farbe wird nicht einfach aufgetragen, sondern in die Haut eingebracht. Deshalb gelten ähnliche Grundregeln wie bei Permanent Make-up und Tattoos: saubere Arbeitsweise, geeignete Pigmente, gute Nachpflege und eine ehrliche Aufklärung über Risiken.

Mehr zum Thema Augenbrauenform findest du auch im internen Ratgeber Augenbrauen richtig formen.

Wie läuft eine Microblading-Behandlung ab?

Eine seriöse Microblading-Behandlung beginnt nicht mit dem Blade, sondern mit einer Beratung. Dabei werden Hauttyp, Wünsche, Brauenform, vorhandene Härchen, frühere Pigmentierungen, Allergien, Medikamente und mögliche Gegenanzeigen besprochen. Danach folgt die Vermessung der Augenbrauen. Viele Studios arbeiten mit Faden, Lineal, Zirkel oder Mapping-Techniken, um Anfang, Bogen und Ende der Braue passend zum Gesicht festzulegen.

Erst wenn die Form steht, wird vorgezeichnet. Dieser Schritt ist entscheidend. Die spätere Pigmentierung sollte nicht breiter, dunkler oder kantiger werden als gewünscht. Danach wird der Farbton ausgewählt. Er sollte zu Haarfarbe, Hautunterton und natürlicher Brauenfarbe passen. Zu dunkle Pigmente wirken schnell hart. Zu warme Pigmente können später rötlich erscheinen. Zu kühle Töne können aschig oder gräulich wirken.

Die eigentliche Pigmentierung erfolgt in feinen Strichen. Danach wird Pigment auf die Haut aufgetragen, damit es in die kleinen Öffnungen einziehen kann. Je nach Studio wird zusätzlich mit beruhigenden Pflegeprodukten gearbeitet. Die gesamte Sitzung dauert häufig rund zwei Stunden. Bei sehr aufwendiger Vorzeichnung, empfindlicher Haut oder Korrekturen kann es länger dauern.

Wie lange dauert Microblading?

Die Erstbehandlung dauert meist etwa 90 bis 150 Minuten. Davon entfällt ein großer Teil auf Beratung, Vermessung und Vorzeichnung. Die reine Pigmentierung ist oft kürzer als viele erwarten. Gute Studios hetzen diesen Termin nicht durch, weil die Form später über Monate sichtbar bleibt.

Typische Bestandteile einer Sitzung sind:

  • Beratung zu Wunschform, Hauttyp und Erwartungen
  • Analyse der natürlichen Brauen und Gesichtssymmetrie
  • Vorzeichnung und Vermessung
  • Auswahl des passenden Pigments
  • Hautdesinfektion und Vorbereitung
  • Pigmentierung mit sterilem Blade
  • Pflegehinweise für die Heilungsphase
  • Planung der Nachbehandlung

Eine Nachbehandlung dauert oft kürzer als die Erstbehandlung. Sie ist aber nicht unwichtig. Erst nach der Abheilung sieht man, wo Pigment verloren ging, welche Härchenlinien zu hell wurden und ob die Form fein korrigiert werden sollte.

Wie lange hält Microblading?

Microblading hält meist zwischen einem und zwei Jahren. Bei manchen Personen verblasst es früher, bei anderen bleibt es länger sichtbar. Der Unterschied entsteht durch Hauttyp, Stoffwechsel, Pflege, Sonneneinstrahlung, Pigmentqualität und Technik. Fettige Haut stößt Pigmente oft schneller ab. Sehr trockene Haut kann Linien feiner halten, neigt aber in der Heilung manchmal zu stärkerer Schüppchenbildung.

Auch der Lebensstil spielt hinein. Häufige Sonne, Solarium, aggressive Peelings, Retinol, Fruchtsäuren, starke Gesichtspflege und Laserbehandlungen können das Ergebnis schneller verblassen lassen. Wer regelmäßig Sonnenschutz nutzt und die Brauen in den ersten Wochen konsequent schont, verbessert die Chancen auf ein sauberes Ergebnis.

Wichtig: Microblading verschwindet nicht immer gleichmäßig. Einige Linien verblassen schneller, andere bleiben länger sichtbar. Deshalb sollte die Behandlung nicht zu dunkel oder zu breit geplant werden. Ein natürliches Ergebnis altert meist schöner als ein sehr intensiver Look.

Warum ist eine Nachbehandlung sinnvoll?

Eine Nachbehandlung nach etwa vier bis acht Wochen ist bei Microblading üblich. In der Heilungsphase verliert die Haut einen Teil der Pigmente. Das ist normal. Manche Linien werden heller, einzelne Stellen wirken fleckig, andere Bereiche nehmen die Farbe stärker an. Die Nachbehandlung gleicht diese Unterschiede aus.

Sie dient nicht dazu, einen komplett neuen Look zu machen. Sie verfeinert das Ergebnis. Zu diesem Zeitpunkt kann die Form leicht angepasst, der Farbton intensiviert und die Dichte verbessert werden. Wer die Nachbehandlung auslässt, muss mit einem weniger gleichmäßigen Ergebnis rechnen.

Ein gutes Studio erklärt vorab, ob die Nachbehandlung im Preis enthalten ist oder separat berechnet wird. Diese Information gehört in jedes transparente Beratungsgespräch.

Für wen eignet sich Microblading?

Microblading eignet sich für Menschen, die ihre Augenbrauen optisch verdichten oder harmonisieren möchten. Besonders sinnvoll kann es sein, wenn die Brauen sehr hell, lückenhaft, ungleichmäßig oder durch jahrelanges Zupfen dünner geworden sind. Auch Personen mit wenigen eigenen Brauenhärchen können profitieren, wenn die Haut für die Methode geeignet ist.

Geeignet ist Microblading häufig bei:

  • lichten Augenbrauen
  • kleinen Lücken in der Braue
  • ungleichmäßiger Form
  • sehr hellen Brauen
  • Wunsch nach natürlicher Härchenoptik
  • täglichem Nachzeichnen mit Augenbrauenstift

Nicht jeder Hauttyp ist ideal. Sehr fettige, großporige oder stark seborrhoische Haut kann feine Linien schneller verschwimmen lassen. Dann kann Microshading oder eine Kombi-Technik passender sein. Bei sehr empfindlicher, gereizter oder entzündlicher Haut sollte die Behandlung verschoben oder ärztlich abgeklärt werden.

Wann sollte man auf Microblading verzichten?

Microblading sollte nicht durchgeführt werden, wenn die Haut im Brauenbereich entzündet, verletzt, frisch sonnenverbrannt oder stark gereizt ist. Auch aktive Hautkrankheiten im Behandlungsbereich sind ein Warnsignal. Menschen mit Neigung zu Keloiden, schlechter Wundheilung, bestimmten Autoimmunerkrankungen oder Blutgerinnungsproblemen sollten vorab ärztlichen Rat einholen.

Vorsicht gilt auch bei Schwangerschaft, Stillzeit, frischen Botox- oder Filler-Behandlungen im Stirn- und Brauenbereich, Einnahme blutverdünnender Medikamente oder bekannten Allergien gegen Inhaltsstoffe von Pigmenten, Pflegeprodukten oder Betäubungsmitteln.

Seriöse Anbieter fragen solche Punkte aktiv ab. Wenn ein Studio direkt mit der Behandlung starten will, ohne Gesundheitsfragen zu stellen, ist das kein gutes Zeichen.

Welche Risiken hat Microblading?

Microblading kann schöne Ergebnisse liefern. Es kann aber auch Probleme verursachen. Weil die Haut angeritzt wird, können Keime eindringen. Mögliche Folgen sind Rötungen, Schwellungen, Infektionen, Krusten, verzögerte Heilung, Narben oder allergische Reaktionen. Die US-amerikanische FDA weist bei Tattoos und Permanent Make-up besonders auf Infektionsrisiken durch unsterile Nadeln, kontaminierte Farben und unsaubere Arbeitsbedingungen hin: FDA: Tattoos & Permanent Makeup Fact Sheet.

Auch Pigmente verdienen Aufmerksamkeit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung erklärt, dass Tätowiermittel und Permanent Make-up aus Pigmenten, Lösungsmitteln und weiteren Zusatzstoffen bestehen können. Problematisch sind unter anderem bestimmte Verunreinigungen, Schwermetalle, allergene Stoffe und mikrobielle Belastungen. Seit 2022 gelten in der EU strengere REACH-Beschränkungen für Stoffe in Tattoo- und Permanent-Make-up-Farben. Das BfR betont aber auch, dass es keine pauschale Positivliste absolut sicherer Farbstoffe gibt: BfR: Questions and answers about tattoo inks.

Die Europäische Chemikalienagentur beschreibt, dass in Tattoo- und Permanent-Make-up-Farben tausende gefährliche Stoffe EU-weit beschränkt wurden, darunter krebserzeugende, erbgutverändernde, fortpflanzungsgefährdende, hautreizende und sensibilisierende Stoffe: ECHA: Tattoo inks and permanent make-up.

Für Verbraucherinnen heißt das praktisch: Frage im Studio nach sterilen Einwegmodulen, Hygienekonzept, Pigmenthersteller, Chargennummern, REACH-Konformität und Nachpflegehinweisen. Diese Fragen sind nicht pingelig. Sie sind sinnvoll.

Wie erkennt man ein gutes Microblading-Studio?

Ein gutes Microblading-Studio nimmt sich Zeit. Es zeigt abgeheilte Ergebnisse, nicht nur frische Vorher-Nachher-Bilder. Frisch pigmentierte Brauen wirken fast immer kräftiger und definierter. Aussagekräftiger sind Fotos nach mehreren Wochen, wenn die Haut verheilt ist.

Achte bei der Auswahl auf:

  • sauberen Arbeitsplatz
  • sterile Einweg-Nadeln
  • sichtbare Desinfektion
  • transparente Beratung
  • schriftliche Einverständniserklärung
  • realistische Aussagen zur Haltbarkeit
  • Erklärung der Risiken
  • Nachpflegeplan
  • Nachbehandlungskonzept
  • Fotos von abgeheilten Arbeiten

Misstrauisch solltest du werden, wenn ein Studio extrem günstige Preise anbietet, Druck macht, keine Gesundheitsfragen stellt oder jede gewünschte Form ohne fachliche Einordnung umsetzen will. Augenbrauen verändern das Gesicht stark. Gute Pigmentisten sagen auch Nein, wenn eine gewünschte Form nicht zum Gesicht passt oder langfristig unvorteilhaft wäre.

Was kostet Microblading?

Die Kosten für Microblading liegen in Deutschland häufig im mittleren dreistelligen Bereich. Je nach Stadt, Erfahrung, Studio, Technik und enthaltenem Nachbehandlungstermin können die Preise deutlich schwanken. Günstige Angebote wirken verlockend, sind aber nicht automatisch besser. Bei einer Behandlung im Gesicht zählen Hygiene, Fachwissen und Erfahrung mehr als der niedrigste Preis.

Typische Kostenfaktoren sind:

Kostenfaktor Einfluss auf den Preis
Erstberatung Zeit für Analyse, Aufklärung und Vorzeichnung
Erfahrung des Studios Mehr Routine, bessere Einschätzung von Haut und Form
Pigmentqualität REACH-konforme, dokumentierte Pigmente kosten mehr
Nachbehandlung Oft enthalten, manchmal separat berechnet
Standort Großstädte sind meist teurer
Korrektur alter Pigmentierung Häufig aufwendiger als eine Neuanlage

Wer Preise vergleicht, sollte immer prüfen, was enthalten ist. Eine scheinbar günstige Behandlung kann teurer werden, wenn Nachbehandlung, Pflegeprodukte oder Korrekturen extra berechnet werden.

Wie verläuft die Heilung nach Microblading?

Direkt nach der Behandlung wirken die Brauen meist dunkler und schärfer als das spätere Endergebnis. Das ist normal. In den ersten Tagen können Rötung, Spannungsgefühl und leichte Krusten auftreten. Danach beginnt die Farbe oft ungleichmäßig zu wirken. Manche Stellen sehen kurzzeitig sehr hell aus. Viele erschrecken in dieser Phase. Geduld hilft.

Der grobe Heilungsverlauf sieht oft so aus:

Phase Was häufig passiert Was du beachten solltest
Tag der Behandlung Brauen wirken kräftig, Haut ist gerötet Nicht anfassen, Pflegehinweise befolgen
Tage zwei bis fünf Farbe dunkelt nach, leichte Krusten möglich Nicht kratzen, nicht rubbeln
Tage sechs bis zehn Schüppchen lösen sich Haut in Ruhe lassen
Woche zwei bis vier Farbe wirkt weicher oder ungleichmäßig Kein vorschnelles Urteil
Woche vier bis acht Ergebnis stabilisiert sich Nachbehandlung planen

Krusten dürfen nicht abgekratzt werden. Wer daran zupft, kann Pigment herausziehen oder Narben riskieren. Auch Sport, Sauna, Schwimmen, starkes Schwitzen, direkte Sonne und aggressive Kosmetik sollten in der frühen Heilungsphase vermieden werden, wenn das Studio dies so vorgibt.

Welche Pflege ist nach Microblading wichtig?

Nachpflege entscheidet mit darüber, wie sauber Microblading abheilt. Die genauen Anweisungen können je nach Studio, Technik und Hauttyp variieren. Deshalb zählt der Pflegeplan des eigenen Studios. Allgemein gilt: Die Brauen sollten sauber bleiben, aber nicht überpflegt werden. Zu viel Creme kann die Haut aufweichen. Zu wenig Schutz kann Spannungsgefühl und Schorfbildung verstärken.

Häufige Pflegehinweise sind:

  • Brauen nur mit sauberen Händen berühren
  • keine Krusten abziehen
  • Make-up im Brauenbereich vermeiden
  • keine Peelings, Säuren oder Retinol auf die Brauen geben
  • Sauna, Schwimmbad und Solarium zunächst meiden
  • direkte Sonne vermeiden
  • nach der Heilung Sonnenschutz verwenden

Bei starken Schmerzen, Eiter, zunehmender Rötung, Hitzegefühl, auffälliger Schwellung oder nässenden Stellen sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine Infektion vorliegt.

Was ist der Unterschied zwischen Microblading, Microshading und Permanent Make-up?

Microblading erzeugt feine Härchenlinien. Microshading arbeitet stärker mit Schattierung und wirkt eher wie ein weiches Augenbrauenpuder. Permanent Make-up ist der Oberbegriff für dauerhaftere Pigmentierungen im Gesicht, etwa an Augenbrauen, Lidstrich oder Lippen.

Methode Optik Geeignet für
Microblading feine Härchenzeichnung normale bis eher trockene Haut, natürlicher Look
Microshading weicher Pudereffekt fettigere Haut, Make-up-Look, mehr Dichte
Kombi-Brows Härchen plus Schattierung lückige Brauen mit Wunsch nach mehr Fülle
Klassisches Permanent Make-up stärker pigmentierte Fläche oder Linie definiertere, länger sichtbare Ergebnisse

Bei fettiger Haut kann Microshading oft haltbarer und sauberer wirken als reine Härchenzeichnung. Bei sehr wenig Eigenhaar kann eine Kombi-Technik natürlicher aussehen als einzelne Linien allein.

Was ist der Unterschied zwischen Classic Brows und HD Line Brows?

Classic Brows setzen auf einzelne, klar angeordnete Härchenlinien. Jede Linie soll sich in die natürliche Braue einfügen. Der Look bleibt weich und natürlich. HD Line Brows kombinieren feine Linien mit zusätzlicher Schattierung zwischen den Härchen. Dadurch wirkt die Braue dichter, markanter und stärker definiert.

Welche Methode besser passt, hängt vom Ziel ab. Wer kaum sichtbares Make-up möchte, ist mit Classic Brows oft gut beraten. Wer jeden Tag Augenbrauenpuder nutzt und mehr Ausdruck möchte, kann mit HD Line Brows oder einer Kombi-Technik zufriedener sein.

Welche Vorteile hat Microblading?

Der größte Vorteil liegt in der natürlichen Optik. Fein gearbeitete Härchenlinien können sehr realistisch wirken. Viele sparen morgens Zeit, weil sie ihre Brauen nicht mehr täglich nachzeichnen müssen. Auch beim Sport, im Urlaub oder an heißen Tagen bleibt die Form sichtbar.

Microblading kann helfen, wenn die Brauen durch Zupfen, Alter, hormonelle Veränderungen oder genetische Veranlagung dünner geworden sind. Es kann dem Gesicht wieder mehr Rahmen geben. Genau das macht einen großen Unterschied. Augenbrauen beeinflussen Mimik, Ausdruck und Proportionen stärker, als viele denken.

Weitere Vorteile sind:

  • natürlich wirkende Verdichtung
  • Ausgleich kleiner Lücken
  • harmonischere Brauenform
  • weniger tägliches Schminken
  • individuell planbarer Farbton
  • semipermanentes Ergebnis statt lebenslanger Festlegung

Der Vorteil bleibt aber nur dann ein Vorteil, wenn die Behandlung gut gemacht ist. Schlechte Form, falsche Farbe oder unsaubere Linien sind schwer zu kaschieren.

Welche Nachteile hat Microblading?

Microblading ist nicht spontan rückgängig zu machen. Wenn Form oder Farbe nicht gefallen, braucht es Geduld, Korrektur oder in manchen Fällen eine Laserentfernung. Auch diese kann teuer sein und mehrere Sitzungen benötigen. Das sollte vor der Entscheidung klar sein.

Nachteile können sein:

  • Kosten für Erstbehandlung und Nachbehandlung
  • Heilungsphase mit sichtbaren Krusten
  • mögliches Verblassen oder fleckiges Ergebnis
  • Risiko für Infektionen oder allergische Reaktionen
  • nicht ideal für jeden Hauttyp
  • Korrektur schlechter Arbeit ist aufwendig
  • Pigmente können mit der Zeit farblich kippen

Microblading ist also keine kleine Beauty-Laune wie ein Augenbrauenstift. Es ist eine semipermanente Entscheidung im Gesicht.

Wie bereitet man sich auf Microblading vor?

Vor dem Termin sollte die Haut im Brauenbereich möglichst ruhig sein. Peelings, aggressive Wirkstoffe, starke Sonne und reizende Produkte sind kurz vorher ungünstig. Viele Studios empfehlen, Alkohol und blutverdünnende Mittel vor dem Termin zu meiden, sofern medizinisch nichts dagegenspricht. Medikamente sollten aber nie eigenmächtig abgesetzt werden.

Sinnvoll ist es, vorab Bilder von Wunschbrauen zu sammeln. Noch besser: Bilder von Brauen, die man nicht möchte. So versteht das Studio schneller, ob ein natürlicher, weicher, markanter oder stärker geschminkter Look gewünscht ist.

Auch diese Fragen lohnen sich vor dem Termin:

  • Welche Pigmente werden verwendet?
  • Sind die Pigmente REACH-konform?
  • Wird mit sterilen Einweg-Blades gearbeitet?
  • Gibt es Fotos abgeheilter Ergebnisse?
  • Ist die Nachbehandlung im Preis enthalten?
  • Was passiert bei ungleichmäßiger Abheilung?
  • Welche Pflege ist nach dem Termin nötig?

Kann man Microblading entfernen lassen?

Microblading kann verblassen, aber nicht zuverlässig über Nacht verschwinden. Korrekturen sind möglich, wenn die Form nur leicht angepasst werden muss. Bei zu dunklen, falsch platzierten oder verfärbten Pigmenten kann eine professionelle Entfernung nötig werden. Häufig kommen Laserbehandlungen oder spezielle Remover-Techniken zum Einsatz. Beide Methoden gehören in erfahrene Hände.

Eine Entfernung kann mehrere Sitzungen erfordern. Sie kann die Haut reizen und kostet zusätzlich Geld. Darum ist die beste Strategie immer: vorher ein gutes Studio wählen, nicht zu dunkel starten und keine extreme Form pigmentieren lassen.

Microblading oder Augenbrauenstift: Was ist besser?

Das hängt vom Alltag ab. Wer flexibel bleiben möchte, fährt mit Augenbrauenstift, Gel, Puder oder temporärer Augenbrauenfarbe besser. Wer jeden Tag dieselbe Form nachzeichnet und sich mehr Dauerhaftigkeit wünscht, kann Microblading erwägen.

Für Einsteiger kann es klug sein, die gewünschte Form erst einige Wochen mit Make-up zu testen. Wenn man sich mit der Form wirklich wohlfühlt, fällt die Entscheidung leichter. Inspiration und Anleitung bietet der interne Beitrag Augenbrauen richtig zupfen. Wer Farbe ohne Pigmentierung testen möchte, findet passende Hinweise im Ratgeber Augenbrauen färben.

Fazit: Für wen lohnt sich Microblading wirklich?

Microblading lohnt sich, wenn du natürlich vollere Augenbrauen möchtest, realistische Erwartungen hast und ein hygienisch arbeitendes Studio auswählst. Die Methode kann Lücken kaschieren, Form geben und den täglichen Schminkaufwand reduzieren. Sie ist aber kein risikofreier Beauty-Trick. Pigmente, Hauttyp, Nachpflege und Erfahrung des Studios bestimmen das Ergebnis. Wer vorab kritisch fragt, abgeheilte Arbeiten prüft und nicht nur nach dem Preis entscheidet, hat die besten Chancen auf schöne, harmonische Brauen.

FAQ zu Microblading

Wie lange hält Microblading wirklich?

Microblading hält meist zwischen einem und zwei Jahren. Bei fettiger Haut, viel Sonne, starkem Schwitzen oder intensiver Hautpflege kann es schneller verblassen. Eine Auffrischung ist möglich, sollte aber nicht zu früh erfolgen, damit die Haut nicht unnötig belastet wird.

Ist Microblading schmerzhaft?

Viele empfinden Microblading als unangenehm, aber gut auszuhalten. Das Gefühl wird oft als Kratzen oder leichtes Schneiden beschrieben. Die Schmerzempfindung hängt von Haut, Zyklus, Stress, Technik und Betäubung ab.

Wann sieht Microblading natürlich aus?

Natürlich sieht Microblading aus, wenn Form, Farbe und Härchenrichtung zur eigenen Braue passen. Frisch nach der Behandlung wirkt das Ergebnis dunkler und kantiger. Nach der Heilung wird es weicher.

Wie lange dauert die Heilung?

Die sichtbare Heilung dauert meist rund zehn bis vierzehn Tage. Das endgültige Farbergebnis stabilisiert sich aber erst nach mehreren Wochen. Deshalb wird die Nachbehandlung häufig nach vier bis acht Wochen geplant.

Darf man nach Microblading Sport machen?

In den ersten Tagen sollte starkes Schwitzen meist vermieden werden. Schweiß kann die gereizte Haut belasten und die Heilung stören. Halte dich an die Pflegehinweise deines Studios.

Kann Microblading Narben verursachen?

Bei fachgerechter, oberflächlicher Arbeit ist Narbenbildung nicht typisch. Sie kann aber auftreten, wenn zu tief gearbeitet wird, die Haut stark gereizt reagiert oder Krusten abgekratzt werden. Auch Personen mit Neigung zu Keloiden sollten vorsichtig sein.

Welche Haut eignet sich nicht gut für Microblading?

Sehr fettige, großporige oder stark empfindliche Haut kann feine Linien schlechter halten. Bei aktiven Entzündungen, Ekzemen oder verletzter Haut sollte nicht behandelt werden. Im Zweifel ist eine dermatologische Einschätzung sinnvoll.

Was ist besser: Microblading oder Microshading?

Microblading wirkt wie einzelne Härchen. Microshading wirkt pudriger und dichter. Für fettigere Haut oder einen geschminkteren Look kann Microshading besser passen.

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